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SPD Friedelsheim.

Kinderschutz braucht Prävention, nicht Aktionismus :

Sozialpolitik

Die SPD will den Kinderschutz verbessern. Durch gezielte Unterstützung sollen Eltern vor Überforderung geschützt werden und öffentliche Einrichtungen enger zusammenarbeiten. Und: Kinderrechte sollen endlich im Grundgesetz verankert werden.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der SPD-Bundestagsfraktion hat die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig am Dienstag in Berlin ein Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung des Kinderschutzes vorgestellt. Als Eckpunkte für ein grundlegendes Kinderschutzgesetz sollen die Vorschläge an diesem Donnerstag im Bundestag beraten werden.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Das Konzept setzt auf eine frühzeitige Stärkung und Förderung – sowohl von Kindern als auch von Eltern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die verfassungsrechtliche Absicherung. Um Kinderschutz wirksam zu garantieren, "müssen wir Kinderrechte in Grundgesetz schreiben", betonte Schwesig. Damit bekämen Kinder das Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung sowie auf Schutz vor Vernachlässigung und Ausbeutung.

Praktisch sollen diese Ziele unter anderem durch eine bessere Zusammenarbeit von Jugendämtern, Ärzten, Behörden, Schulen und Kindertagseinrichtungen erreicht werden. Wichtig seien auch frühe Hilfen für Eltern, bekräftigte die stellvertretende SPD-Vorsitzende – etwa durch den Ausbau von Kitas zu Eltern-Kind-Zentren, die umfassende Unterstützung bei allen Erziehungsfragen anbieten sollen. "Denn wir müssen die Eltern dort erreichen, wo sie Vertrauen entwickeln können", so Schwesig. Zudem sollen so genannte Familienhebammen länger in solchen Familien bleiben können, die erkennbar Hilfe benötigen – als wichtige Schnittstelle zwischen Gesundheitsvorsorge und der Kinder- und Jugendhilfe.

Bei dem vorgelegten Konzept gehe es um das Ziel, "bestmögliche Zukunftschancen für Kinder zu schaffen", betonte die Sozialdemokratin und erinnerte: "Mit der Union war ein Kinderschutzgesetz, das seinen Namen verdient, bisher nicht zu machen. Wir setzen auf Prävention und nicht auf Aktionismus."

 

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