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SPD Friedelsheim.

"Freiheit - Verantwortung - Gemeinsinn" :

Aktuell

"Joachim Gauck bringt ein Leben in die Kandidatur." Eindrucksvoll bestätigte der überparteiliche Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten in einer politischen Grundsatzrede über die Grundlagen des Zusammenlebens in Deutschland die Einordnung Sigmar Gabriels. Aus seinen Erfahrungen mit der DDR-Diktatur, mit dem wiedervereinigten Deutschland und mit den Ursachen der aktuellen Finanzkrise skizzierte Gauck im Deutschen Theater in Berlin die Zusammenhänge von Freiheit, Verantwortung und Gemeinsinn.

Vor dem Hintergrund seiner Biografie zeichnete Gauck vor mehreren hundert Bürgerinnen und Bürgern – unter ihnen zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Vertreter der DDR-Demokratiebewegung sowie seine Unterstützerszene - in klaren Bildern seine Erfahrung mit Unfreiheit, das beglückende Erlebnis der Freiheit und den schwierigen Übergang von erzwungener Ohnmacht zu einem selbstbestimmten Leben nach.

"Freiheit bindet sich an das Gemeinwohl"

Dabei ist Freiheit für Gauck nur bei klaren und verbindlichen Regeln umsetzbar – auch und vor allem in der Wirtschaft. Einem Marktradikalismus ohne Leitplanken erteilte er eine Absage. So müssten sich Unternehmer bewähren "in der traditionellen Verantwortung für das Gemeinwesen als Ganzes. Wir haben genug vom Treiben gewissenloser Finanzakrobaten oder maßloser Manager – aber wir wissen auch, dass nicht die gesamte Wirtschaft verantwortungslos ist." Freiheit, für die Gauck streitet, "bindet sich an das Gemeinwohl".

Ein solches Freiheitsverständnis schaffe auch die sozialen und ökonomischen Voraussetzungen für möglichst große Chancengleichheit, unterstrich der überparteiliche Präsidentschaftskandidat vor allem auch mit Blick auf gleiche Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen unabhängig ihrer Herkunft.

Gleichzeitig sieht Gauck aber auch alle Teile der Gesellschaft in Verantwortung für den gemeinsamen Staat. "Wir brauchen Bürgersinn in allen Schichten. Wir brauchen Menschen, die je nach ihren Möglichkeiten Verantwortung für diesen, unseren gemeinsamen Staat tragen – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Status, unabhängig von ihrer Kultur, Religion und Ethnie."

Angesichts der "mangelnden Beheimatung, die viele Migranten und Zugewanderten in Deutschland spüren", forderte Gauck, die Defizite bei der Integration abzubauen. Nur so könnten Ressentiments gegenüber fremden Kulturen auf der einen Seite und mangelnde Integrationsbereitschaft in bestimmten Milieus der Zuwanderer auf der anderen Seite beendet werden.
"Jeder darf ihm vertrauen"
Als "Repräsentant des ganzen Volkes" will Gauck zwischen den Regierten und den Regierenden vermitteln und zu einer besseren Verständigung zwischen ihnen beitragen. Schließlich folge ein Bundespräsident keinen Parteiinteressen, "jeder darf ihm Vertrauen".

Unter starkem Beifall verdeutlichte Gauck seinen Traum "von einem Land, in dem ich nicht nur zufrieden bin, weil seine Institutionen funktionieren, sondern das Imstande ist, sich selber aus der Unkultur von Angst, Resignation und Tristesse zu erlösen, indem es gestaltet und das Seine eigenständig sucht, erkämpft, betreibt. Dann werden wir die Demokratie alle irgendwie 'haben', echte Freude an ihr wird jedoch dann entstehen, wenn wir sie auch leben". Mit Demokratie sei es, wie mit dem Leben: "Glück ist weniger im 'Haben' aber beständig im 'Sein'."

 

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