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SPD Friedelsheim.

„Genetischer Zwilling“ für Landrätin Röhl gesucht - Landkreistag und DRK starten Typisierungsaktion :

Aktuell

Nachdem weltweit rund 14 Millionen Dateien von möglichen Stammzellenspendern durchsucht wurden, musste Landrätin Sabine Röhl nun erfahren: Kein „Genetischer Zwilling“ dabei. „Das ist offenbar wie Lotto spielen“, äußerte sich die an einer Leukämieart erkrankte 53-jährige Politikerin enttäuscht. Der Landkreistag Rheinland-Pfalz in Mainz hat nun gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband und der Kreisverwaltung Bad Dürkheim eine neue Initiative gestartet. Landesweit wird jetzt dazu aufgerufen, Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes oder andere Angebote zu nutzen und sich zum Zwecke der Typisierung 5 ml Blut entnehmen zu lassen.

In Grünstadt wird dazu der erste kleine Schritt gemacht: DRK und Kreisverwaltung rufen die Bevölkerung auf, den Blutspendetermin am Mittwoch, 8. Dezember, ab 15.30 Uhr zu nutzen. Hierzu hat das DRK bereits öffentlich in die Integrierte Gesamtschule eingeladen. Blut abgeben ist dort bis 20 Uhr möglich.

Prominente Kommunalpolitiker wollen sich an die Spitze des Zuges stellen und so ihre Solidarität mit der Landrätin bekunden. Angesagt haben sich um 15.30 Uhr der Kreisbeigeordnete Claus Potje, die Bürgermeister Reinhold Niederhöfer (VG Grünstadt-Land) und Karl Meister (VG Hettenleidelheim) sowie Klaus Wagner (Stadt Grünstadt). Die Landrätin dazu: „Natürlich freue ich mich über diese Hilfsbereitschaft.“ Sie erklärt aber auch: „Wenn es nur um mich ginge, hätte ich nicht so schnell zugestimmt. Aber mit dieser Aktion kann vielleicht weltweit vielen Menschen geholfen, deren Leben gerettet werden“.

Über den Landkreistag Rheinland-Pfalz werden alle Landrätinnen und Landräte gebeten, die Aktion zu unterstützen, ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Spenden anzuhalten. Auch hier kamen erste Nachrichten, das sich Kolleginnen und Kollegen von Sabine Röhl selbst testen lassen werden. So zum Beispiel Landrätin Theresia Riedmaier (Südliche Weinstraße), die auch die vor Weihnachten angesetzten drei Blutspendetermine in ihrem Kreis besuchen wird. Erster kreisbeigeordneter Erhard Freunscht hat außerdem die OberbürgermeisterInnen der Region um Mithilfe gebeten.

Nachdem der Blutspendedienst die Proben gezogen hat, übernimmt die gemeinnützige Westdeutsche SpenderZentrale“ (WSZE) an der Universitätsklinik Essen die weitere medizinische Auswertung. Auch die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz hat sich in die Aktion eingeklinkt. Direktor Burkhard Müller vom Landkreistag: „Die Landräte übernehmen die Schirmherrschaft, wir werden das ganze Land ansprechen“. Die Kooperationspartner wollen für die möglichen Spender die Hürden möglichst niedrig hängen. Da die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen, werden auch Spender und Sponsoren gesucht, um die potenziellen Spender vom finanziellen Aufwand zu entlasten. Die Mediziner gaben auch bekannt, dass sich nur Menschen zwischen 18 und 55 Jahren typisieren lassen sollen (die reine Blutspende ist bis 68 Jahre möglich).

Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Bad Dürkheim, Krankenhausdirektor Claus Wadle (Grünstadt), sagte, dass im Kreiskrankenhaus bereits eine interne Aktion gelaufen sei. Auch der Personalrat der Kreisverwaltung in Bad Dürkheim hat zu Typisierungen aufgerufen. Diese Verwaltungsmitarbeiter werden Termine für die Blutentnahme beim Gesundheitsamt bekommen. Aus den Partnerregionen des Landkreises Bad Dürkheim, den Landkreisen Starnberg (Bayern) und Saale-Holzland (Thüringen) liegen Anfragen vor, wie Landrätin Röhl geholfen werden könne. Auch mit dem Partner-Landkreis Kluczbork in Schlesien (Polen) sind Gespräche aufgenommen worden.

„Die Aktion hilft eigentlich am meisten allen anderen - wo auch immer - Erkrankten“, unterstreicht Direktor Wadle. Natürlich wäre es sehr schön, wenn wir einen Treffer landen könnten.“ Es sei aber auf jeden Fall ein Dienst an der Allgemeinheit. Wenn sich Personen an ihre Ärzte wenden, sollte bei Rückfragen die WSZE kontaktiert werden. Wadle bemüht sich, in der ersten Januarwoche 2011 im Kreisgebiet verschiedene Termine des DRK festzulegen; gedacht ist speziell an Bad Dürkheim, Lambrecht, Haßloch und Deidesheim/Wachenheim.

Wer nur mit Geld mithelfen will, die Typisierungsaktion für Landrätin Sabine Röhl und weltweit viele Patienten zu unterstützen, kann seine Spende an die West-LB in Dortmund einzahlen auf die Konto-Nummer 4 444 444 (BLZ 440 500 00). Dabei ist unbedingt das Kennwort „Sabine Röhl und andere“ anzugeben, damit der Spendenbetrag richtig zugeordnet werden kann.

 

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