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SPD Friedelsheim.

Mitgliederversammlung mit Reinhold Niederhöfer :

Veranstaltungen

Die Ortsvereinsvorsitzenden und der Landratskandidat

Zur zweiten gemeinsamen Mitgliederversammlung der SPD-Ortsvereine Friedelsheim und Gönnheim war der Landratskandidat Reinhold Niederhöfer zu Gast. Nach der Begrüßung durch den Friedelsheimer Vorsitzenden Georg Barczynski im neu ausgebauten Dachgeschoss des Feuerwehrhauses nutzte Peter Hoffmann von der gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr die Gelegenheit, die Arbeit der Ehrenamtlichen kurz zu erläutern. Anschließend stellte der neu gewählte Vorsitzende der Gönnheimer SPD, Lothar Plogsties, den neuen Vorstand des Ortsvereins vor und sprach die für beide Gemeinden wichtigen Punkte an. Hier müssten vor allem die Einkaufsmöglichkeiten für die Einwohner verbessert werden, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Discounter. Dies sei auch im Hinblick auf den demografischen Wandel wichtig, dem durch die gemeinsame KiTa mit ihren hohen Anmeldezahlen schon versucht werde, entgegenzuwirken. Auch der Landratskandidat Reinhold Niederhöfer sah in der schleichenden Vergreisung der ländlichen Orte ein großes Problem.

Er betonte aber, dass es in anderen Regionen des Kreises, beispielsweise im Lambrechter Tal, noch viel bitterer aussehe. Seit Jahren leerstehende Häuser, eine schlechte Grundversorgung und fehlender ÖPNV seien dort Alltag. „Sollen wir diese Dörfer einfach aufgeben?“, so seine rhetorische Frage. Niederhöfer erläuterte auch die Finanzsituation des Kreises. Ein Großteil der Ausgaben falle im Sozialbereich an, eine direkte Folge der Bundesgesetzgebung. „Hier muss der Grundsatz gelten: Wer bestellt, bezahlt“. Würde das Konnexitätsprinzip endlich angewandt, würden die Kommunen besser dastehen. Trotz der schlechten Kassenlage ist der soziale Bereich für Niederhöfer tabu. „Die Grünstadter Tafeln haben mir von einem dramatischen Anstieg der Bedürftigen berichtet. Wir dürfen die weitere Spaltung zwischen Arm und Reich, die Entstehung von Parallelgesellschaften, nicht zulassen!“. Auch die Jugendarbeit sei ein wichtiger Pukt, den man nicht vernachlässigen dürfe. „Vorsorge ist immer besser als Nachsorge“, so Niederhöfer. Beim Thema Windkraft bekannte sich der Landratskandidat als Befürworter der Technik, diese müsse aber dezentral ausgebaut werden. Die Gemeinden sollten hier ihre Möglichkeiten zur Planung nutzen, denn das würde ihnen auch wirtschaftlich helfen. Gleichzeitig warnte er in diesem Zusammenhang davor, das Sankt-Florians-Prinzip anzuwenden und den Nachbarn einfach Windräder vor die Nase zu setzen. Die der Vorstellung anschliessende angeregte Diskussion umfasste viele Themen, von der Integration von Zuwanderungswilligen, der Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren, Einsparungen im Kreishaushalt bis hin zum Sinn der Städtepartnerschaften. Zu manchen Punkten gab es teilweise sehr kontroverse Ansichten, für Niederhöfer ein Zeichen von gelebter Demokratie.

 

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