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SPD Friedelsheim.

Sozialstaat und soziale Gesellschaft :

Sozialpolitik

Organisierte Solidarität muss ergänzt werden durch die soziale Gesellschaft. Das hat Franz Müntefering im saarländischen Neunkirchen unterstrichen- einer Stadt, die sich mit bürgerschaftlichem Engagement auskennt. Auch ein Jugendprojekt in Saarbrücken zeigt, was möglich ist.

Als großen "menschheitsgeschichtlichen Fortschritt" hat der SPD-Vorsitzende auf einer Veranstaltung der Reihe "Das Neue Jahrzehnt" die Entwicklung des Sozialstaats bezeichnet. Denn damit ist Hilfe nicht mehr von Barmherzigkeit abhängig, sondern ein individueller Anspruch der Menschen. Die Sozialdemokratie habe diese "organisierte Solidarität" erkämpft, erinnerte Müntefering. Dies müsse auch in Zukunft weiter gestärkt werden.

Aber der SPD-Vorsitzende ist auch sicher: Alle Risiken und Lebenssituationen kann selbst der beste Sozialstaat nicht absichern. Damit unter zusätzlichen Herausforderungen, etwa durch die Bedingungen des demografischen Wandels, die Gesellschaft auch in Zukunft menschlich bleibt, müsse der Sozialstaat ergänzt werden durch die soziale Gesellschaft, ehrenamtlicher Einsatz und bürgerschaftliches Engagement.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Beispielhaft nannte der SPD-Vorsitzende ein Jugendprojekt, das er erst wenige Stunden zuvor besucht hatte. Der Verein "2.Chance-Saarland e.V." fördert und verbessert die Ausbildungsfähigkeit straffällig gewordener Jugendlicher und junger Menschen mit besonderen Integrationshemmnissen - beispielsweise auch durch Theaterprojekte. "Die haben neuen Mut gefunden", sagte Müntefering und ist überzeugt: Den besonderen Einsatz und die Ideen der Initiatoren "kann man nicht mit einem Bundesgesetz beschließen". Wenn das derzeit erarbeitete Musical aufgeführt wird, will er dabei sein, versprach der SPD-Vorsitzende.

Auch der Bürgermeister und Oberbürgermeisterkandidat von Neunkirchen, Jürgen Fried, konnte von gelungenen Beispielen für besonderes Engagement berichten. So hatten sich am vergangenen Wochenende rund 1.700 Neunkirchner zu einem frühzeitigen "Frühjahrsputz" getroffen und in der Stadt Müll weggeräumt.

Ob dieser Einsatz nicht bloß ein "Tropfen auf dem heißen Stein" sei, fragte die Moderatorin des Abends, die Journalistin Tissy Bruns. Heiko Maas, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Saarland, will den Einwurf nicht gelten lassen. Denn: "Ein steter Tropfen höhlt den Stein", weiß er.

 

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