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SPD Friedelsheim.

Baumann: Einschränkung oder Verbot der Saccharoseanreicherung durch die EU- Kommission abwenden :

Landespolitik

Christine Baumann, weinbaupolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, kritisiert die ablehnende Position von EU- Agrarkommissarin Marianne Fischer Boel zur traditionellen Saccharoseanreicherung von Most, die diese wiederholt zum Ausdruck gebracht hat. Jetzt sind neue Irritationen zur geplanten EU- Weinmarktreform entstanden, ausgelöst durch ein aktuelles Papier aus EU- Kommissionskreisen, das dem Deutschen Weinbauverband vorliegt und zu Spekulationen führte. Es ist geplant, dass die EU- Agrarkommissarin ihre Vorschläge am 4. Juli bekannt geben wird.

Baumann spricht sich dafür aus, dass es dem Weinbau auch in Zukunft möglich sein muss, die traditionellen Anreicherungsverfahren wie die Saccharoseanreicherung von Most weiter einsetzen zu dürfen. Dies sei eine völlig natürliche Methode bei der Weinherstellung, die sich bewährt habe. Außerdem müsste die EU anstatt Rodungen vorzuschlagen, stärker in zukunftsorientierte Maßnahmen investieren, etwa in die Förderung der Weinqualität oder in den Steillagenweinbau. Dass geplant sei, die Krisendestillation abzuschaffen, sei hingegen eine positive Zielsetzung und könnte durch frei werdende Finanzmittel dem heimischen Weinbau nützen. Ein europäischer Kompromiss dürfe aber auf keinen Fall zu Lasten des deutschen Weinbaus gehen, so Baumann.

Wichtig sei, so Baumann, die Ergebnisse des vorangegangenen europäischen Konsultationsprozesses mit den Mitgliedstaaten als auch die Positionen der Weinbauregionen wie Rheinland- Pfalz, der Weinbauverbände wie dem Deutschen Weinbauverband, der Vereinigung der europäischen Weinbauregionen (AREV) und der Weinwirtschaft, beispielsweise der Weinkellereiverbände, in die Reform der europäischen Weinmarktorganisation aufzunehmen. Auch das Europäische Parlament hatte sich im Februar des Jahres bereits zur EU- Weinmarktreform geäußert.

Die SPD im Land setzt sich im Interesse des rheinland- pfälzischen Weinbaus, wie bereits in der Vergangenheit, für Nachbesserungen gegenüber dem ursprünglich vorgelegten Kommissionsvorschlag zur geplanten EU- Weinmarktreform ein.

 

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