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SPD Friedelsheim.

Jobs für Langzeitarbeitslose :

Bundespolitik

100.000 Stellen für Langzeitarbeitslose wollen die beiden SPD-Minister Wolfgang Tiefensee und Franz Müntefering mit einem "Kommunal-Kombi"-Programm schaffen. Man habe eine Lösung für Regionen mit hoher Langzeitarbeitslosigkeit gefunden, so Tiefensee.

Zusammen mit Arbeitsminister Franz Müntefering plant er, mit Lohnkostenzuschüssen an Arbeitslosengeld-II-Empfängerinnen und -Empfänger, die seit mehr als zwei Jahren arbeitslos sind und in Regionen leben, wo die Arbeitslosenquote die 15-Prozent-Marke übersteigt, 100.000 Stellen zu schaffen. Als einen "Paradigmenwechsel" bezeichnete Tiefensee die Lohnkostenzuschüsse für Langzeitarbeitslose. "Die Menschen erhalten beim Kommunal-Kombi künftig kein Arbeitslosengeld I oder II mehr. Sondern die Städte zahlen ihnen einen Lohn. Sie sind also durch einen bezuschussten Lohn auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt, nicht auf dem zweiten oder dritten", betonte Tiefensee im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe). Der Aufbau-Ost-Minister stellte zudem klar, dass das Programm auch für acht Gebiete im Westen, beispielsweise für Gelsenkirchen, Bremerhaven und Pirmasens gelte.

Dem Konzept nach zahlt der Bund einen Zuschuss in Höhe des Bruttolohns, höchstens aber 500 Euro. Zusätzlich werde es 300 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds geben. Den Rest sollen die Länder und Kommunen aufbringen. Neben der Ersparnis der Hartz-IV-Unterkunftskosten habe das Programm für die Kommunen einen dreifachen Vorteil. "Es werden sinnvolle Aufgaben vor Ort erledigt, die lange Zeit brach gelegen haben. Die Kommunen sparen Geld, und die Stimmung in den Regionen wird sich verbessern, weil die Menschen wieder Arbeit haben", zeigte sich Tiefensee zuversichtlich.

 

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