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SPD Friedelsheim.

SPD erinnert an den 17. Juni 1953 :

Allgemein

Mit der gewaltsamen Niederschlagung des DDR-Volksaufstandes habe das SED-Regime "die Idee eines freiheitlichen Sozialismus brutal niedergewalzt", stellte Vizekanzler Franz Müntefering bei einer Gedenkfeiern zum 17. Juni 1953 bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Sonntag in Berlin fest.

Spätestens mit diesem Ereignis habe die Regierung der DDR "jeden Rest politisch-moralischer Legitimation" verloren, sagte Müntefering. Die Menschen, die sich 1953 wehrten und Freiheit forderten, hätten dem SED-Regime den Spiegel vorgehalten. "Die Idee eines freiheitlichen Sozialismus, an den viele nach der Katastrophe des Nationalsozialismus glaubten, wurde brutal nieder gewälzt von klein karierten Funktionären der Unfreiheit."

Dabei sei der Ruf nach Einheit für die Menschen damals kein Selbstzweck gewesen, erinnerte der Vizekanzler. "Es ging ihnen um Einheit in Freiheit", betonte er. Mit dem Volksaufstand, so Müntefering, sei es zum ersten Mal seit der Revolution von 1848 in der deutschen Geschichte wieder zu einer breiten Volksbewegung gekommen, in der Einheit und Freiheit gemeinsam gefordert wurden. "Freiheit ist kein Luxus, der im Zweifelsfall auch entbehrlich ist. Freiheit ist nicht das Sahnehäubchen auf der sozialen Gerechtigkeit, sondern ihre Basis und ihr Kitt."

Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit betonte vor Zeitzeugen des Aufstandes von 1953, die Ereignisse seien eine "unvollendete Revolution" gewesen, deren Vermächtnis 1989 eingelöst worden sei. Diese "Erhebung für Freiheit, Demokratie und die deutsche Einheit" sei ein wichtiges Datum in der Freiheitsgeschichte, das nicht vergessen werden dürfte, warnte Wowereit.

Am Aufstand vom 17. Juni 1953 beteiligten sich in der gesamten DDR mehr als eine Million Menschen. Ihr Protest richtete sich vor allem gegen die angeordnete Erhöhung der Arbeitsnormen - zudem wurden freie Wahlen gefordert. Mit Hilfe der Volkspolizei schlug das sowjetische Militär den Aufstand blutig nieder. Nach jüngsten Forschungsergebnissen starben mindestens 55 Menschen oder wurden später hingerichtet.

 

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